Blogger schenken Lesefreude

Euer Outdoor-Moment

Zum Welttag des Buches nimmt Outdoor-Traum an der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ teil und verlost das „Safari-Handbuch Afrika“. Teilnehmen kann jeder, der einen Outdoor-Moment an info@outdoortraum.de schickt. Genaueres lest ihr hier.

Kerstin Stephan hat den Anfang gemacht und uns ihren Outdoor-Moment beschrieben. Danke Kerstin!

Hallo lieber Outdoortraum,

all meine liebsten Outdoormomente habe ich in Tansania erlebt … Ob es der fantastische Sonnenaufgang vor meinem Zelt in der Serengeti war oder die allererste Begegnung in freier Wildbahn mit meinem Lieblingstier, der Tüpfelhyäne, oder die Abende am Lagerfeuer unter dem wohl genialsten Sternenhimmel ever! Aber von meinem lustigsten Outdoor-Erlebnis möchte ich Dir gerne berichten, denn darüber feier ich heute noch ab!

Nach der Landung am Kilimanjaro-Airport stellte ich leider fest, dass mein Gepäck wohl nicht in Äthiopien mit umgestiegen ist, also hatte ich das Problem, dass all meine Superduper-Ausrüstung für meine Walking-Safari am 1. Tag nach der Ankunft nicht bei mir war. Demzufolge musste ich ohne festes Schuhwerk, mit einer weiten, bequemen Hose und ohne Gamaschen durch den Arusha-Nationalpark tapern. Natürlich achtet man dann noch viel mehr darauf, wohin man tritt, und ich bin weder in Gnu-Fladen, noch auf irgendwelche spitzen Steine getreten. Aber kurz vor dem Highlight dieser Wanderung, einem wunderschönen Wasserfall, lief vor mir eine andere Touri-Gruppe. Ich bremste scharf ab und wartete, bis sie alle ihre Magic Moments am Wasserfall erlebt hatten.

Von Termiten (hier im Bild) wurde Kerstin zwar nicht angefallen, dafür aber von Wanderameisen. © Martin Jäger/pixelio.de
Von Termiten (hier im Bild) wurde Kerstin zwar nicht angefallen, dafür aber von Wanderameisen.
© Martin Jäger/pixelio.de

ABER!!! Ausgerechnet auf den paar Quadratzentimetern auf denen ich stehen blieb und dabei natürlich NICHT nach unten schaute, waren wohl besonders spannende Gesellen unterwegs. Denn wie ich laut quiekend feststellen musste, hatten sich nach nur wenigen Sekunden die Soldaten einer Safari-Ameisenkolonie (Treiberameisen, Wanderameisen) in meine weiten Hosen verirrt und verteidigten ihre gesamte Kolonie mit ihren Beißwerkzeugen. Da ich nicht wie ein Idiot dastehen wollte, musste ich mich natürlich zusammenreißen, bis die anderen Touris weg waren. Aber danach riss ich mir die Hose vom Hintern und konnte nur mithilfe der lachenden Rangerin mein Leben retten. Zum Glück hab ich weder allergisch noch mit anderen Folgeschäden reagiert. Und als ich nach dem Schreck ein Foto der Kolonie machen wollte, ist diese natürlich schon längst weiter gewandert.

5 Minuten später konnte ich dann auch herzhaft darüber lachen und direkt meinem Guide (der außerhalb des Parks gewartet hat) berichten, dass ich an meinem ersten Tag direkt von wilden Tieren angegriffen wurde, ohne dass er auch nur ansatzweise etwas dagegen getan hätte …

Ich hüpfe also mit den gleichen Bewegungen wie im Arusha-Nationalpark in den Lostopf für das „Safari-Handbuch“, damit ich bei meinem nächsten Afrika-Trip besser gewappnet bin.

Liebe Grüße

Kerstin Stephan von Tinkers‘ Buchwelt