#MittwochsFoto 58

Alpspitze

Die Alpspitze in der Abendsonne. Sie thront über Garmisch-Partenkirchen, direkt neben Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze. Mit 2.628 Metern Höhe braucht sie sich aber auch nicht zu verstecken. Auf den Gipfel führt ein schöner Klettersteig, der nicht einmal schwer ist. Dafür ist die Aussicht von dort oben umso beeindruckender!

Foto: Frank Rindermann
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#MittwochsFoto 56

Franken

Heute ist Valentinstag! Grund genug, den Tag mit der oder dem Liebsten zu verbringen. Und wenn der Alltag die Romantik stört, dann hilft vielleicht ein warmer Gedanke an einen trauten Moment an einem schönen Ort. So wie hier die zwei verliebten Bänke in der Abendsonne auf meinem liebsten Wanderparkplatz in Franken.

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Frohes neues Jahr für Outdoor-Freunde!

Fahrrad im Schnee

Ein neues Jahr ist angebrochen und wahrscheinlich haben so einige von euch mit einem ausgewachsenen Kater zu kämpfen. Und das ausgerechnet am ersten Tag des taufrischen Jahres. Vielleicht habt ihr auch noch Vorsätze fürs neue Jahr gefasst? Vielleicht wollt ihr mehr Sport treiben, abnehmen, weniger trinken, gesünder essen, härter trainieren … Und dann kommt ihr schon am 1. Januar kaum aus den Federn.

Kein schlechtes Gewissen

Ihr möchte euch mit diesen Zeilen bestimmt kein schlechtes Gewissen machen. Vielmehr drücken sie ein Gefühl aus, dass ich selbst nur allzu oft an Neujahr hatte: So viele gute Vorsätze, so viel Motivation, sie einzuhalten, und dann ist damit gleich am ersten Tag des Jahres nix. Das hat mich irgendwann sehr geärgert. Das möchte ich nicht mehr. Gleichzeitig will ich aber natürlich nicht auf eine Silvesterparty verzichten, nur um am nächsten Tag fit zu sein. Was also tun? Wie ein neues Jahr einläuten, ohne aufs Feiern zu verzichten?

Tatort Currywurst
Auch in der Heimatstadt könnt ihr auf einer Wanderung etwas entdecken – in Köln zum Beispiel die Original-Wurstbraterei aus dem Kölner Tatort in der ARD. © Outdoortraum

Wandern für den klaren Kopf

So habe ich beschlossen, am 1. Januar jedes Jahres eine kleine Wanderung zu machen. Unproblematisch soll sie sein, leicht und schnell zu erreichen, am besten vor der Haustür. Da ich in Köln wohne, bietet sich für mich der Kölnpfad an. Jedes Jahr am 1.1. ziehen wir also los und gehen eine Etappe. Das ist auch bei schlechtem Wetter machbar, weil der Weg nicht anspruchsvoll ist. Anfangs- und Endpunkt jeder Etappe ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und die Wanderung ist jeweils nicht zu lang.

Köln von oben
Viel Grün in Köln – zugegeben nicht an Neujahr fotografiert … © Outdoortraum

Für uns hat das gleich mehrere Vorteile:
• fast keine Vorbereitungen
• unproblematische An- und Abreise ohne Auto
• keine Wetterausrede
• nicht zu zeitintensiv

Der größte Vorteil allerdings: Ich muss kein schlechtes Gewissen haben, weil ich mich ja bewege. Und: Ich habe nach der Wanderung auf jeden Fall einen klaren Kopf. Mir ist das zu einer lieben Neujahrstradition geworden. In diesem Sinne wünsche ich euch ein gesundes neues Jahr mit vielen tollen Outdoor-Erlebnissen!

Neues Jahr, neue Rubrik

Übrigens habe ich im neuen Jahr noch ein Schmankerl für euch: Einmal im Monat stelle ich unter der FreitagsFrage den Kopf des Monats vor. Ich habe euch schon früher manchmal von Outdoor-Größen erzählt, zum Beispiel von Juliane Wurm oder Hermann Buhl. Den Anfang wird Wolfgang Güllich am 26. Januar machen. Also, schaut mal rein!

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Frohe Weihnachten

Weihnachtsmanner

Liebe Outdoor-Fans, liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund und munter, auf dass ihr auch 2018 viele schöne Momente in der Natur erleben könnt. In den Stunden zu Hause könnt ihr euch ja die Zeit mit diesem Blog versüßen. Ich freue mich immer über eure Kommentare, Fragen und Anmerkungen und bedanke mich herzlich für eure Treue!

Eure Henrike

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Eifelsteig: Von Aachen nach Gemünd

Eifelsteig

Der Eifelsteig hat insgesamt 15 Etappen und ist 313 Kilometer lang. Als Fernwanderweg führt er von Aachen-Kornelimünster bis nach Trier. Die Etappen sind zwischen 14 und 29 Kilometer lang und fast immer gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Weil sich außerdem an den Start- und Zielorten zahlreiche Unterkünfte befinden, können Wanderer die Etappen gut aufteilen. Wer also nicht 15 Tage Zeit hat, für den lohnt sich eine kürzere Auszeit auf dem Eifelsteig. So haben wir es im Herbst 2017 gemacht. Wir sind die ersten vier Etappen von Kornelimünster bis Gemünd gewandert. Und ich nehme mein Fazit vorweg: absolut lohnend!

Note „sehr gut“ für den Eifelsteig

Der Eifelsteig ist ein Premiumwanderweg. Mit deutscher Gründlichkeit wurden hier 34 Kriterien mit über 200 Merkmalen ausgearbeitet, mit denen Wanderwege von Experten auf Herz und Nieren geprüft werden. Dazu gehören offensichtliche Dinge wie die Wegequalität oder die Güte der Markierungen, aber auch Eigenschaften wie die Einzigartigkeit der Natur, kulturelle Erlebnisse oder abwechslungsreiches Gelände. Und der Eifelsteig ist also ein Premiumwanderweg und hat den Test mit sehr gut bestanden. Zumindest was die Wegmarkierung betrifft, können wir das sofort bestätigen: Wir finden immer Wanderzeichen, wenn wir sie brauchen.

Wanderzeichen Eifelsteig
Das Wanderzeichen des Eifelsteigs leuchtet an den Bäumen. © Outdoortraum

Durchs Hohe Venn

Wir machen uns in einem eher verregneten Oktober auf den Weg. Die Tage des goldenen Herbstes sind längst vorbei und matschigem Einheitsgrau gewichen. Immer wieder droht es zu regnen. Insgesamt haben wir mit dem Wetter aber Glück, nur die Wege selbst sind extrem matschig. Trotz dieser eher mäßigen Voraussetzungen genießen wir das Gehen.

Hohes Venn
Das Hohe Venn durchwandern wir auf Holzstegen. © Outdoortraum

Geradezu perfekt passt die Herbststimmung zur melancholischen Landschaft im Hohen Venn. Während wir auf malerischen Holzstegen durch das Hochmoor wandern, fühle ich mich ein wenig wie am Meer. Vielleicht weil das Gras wogt wie die Wellen?

Hohes Venn
Weit, weiter, Hohes Venn © Outdoortraum

Wo Fels und Wasser dich begleiten

Auf dem Weg nach Monschau wird langsam klar, woher der Eifelsteig seinen Slogan hat: „Wo Fels und Wasser dich begleiten“. Wir gewinnen an Höhe, die Eifelfelsen zeigen sich im Wald und schließlich schauen wir ins Tal. Unter uns liegt sie, die „Perle der Eifel“. Monschau hat sich diesen Spitznamen sicher verdient, denn es ist entzückend wie ein Spielzeugstädtchen. Fachwerk und schieferverkleidete Häuser wechseln sich ab, während wir durch die verwinkelten Gässchen streifen. Über allem thront die Burg, in der eine Jugendherberge untergebracht ist.

Monschau
Monschau – die Perle der Eifel © Outdoortraum

Von Monschau nach Einruhr

Am nächsten Tag wandern wir von den Monschauer Felsen durch schöne Waldlandschaften zum Rursee. Schließlich soll uns ja auch das Wasser begleiten. Trotz der extrem morastigen Wege genießen wir die Strecke.

Matschige Wege Eifelsteig
Ganz schön matschig! © Outdoortraum

Der Eifelsteig ist abwechslungsreich und führt uns durch bäuerliche Kulturlandschaften, deutsche Märchenwälder und hin zum großen Stausee. Es tut uns gut, unterwegs zu sein. Obwohl es frisch ist, frieren wir nicht, denn wir sind ja immer in Bewegung. Außerdem haben wir uns vorher gut überlegt, welche Kleidung wir beim Wandern tragen wollen. Gut ist, dass wir Handschuhe eingesteckt haben, denn die Finger werden bei den herbstlichen Temperaturen schnell klamm. Zu einer ausgedehnten Brotzeit können wir uns auch nicht aufraffen. Lieber schnell was essen und dann weiter!

Von Einruhr nach Gemünd

Bei unserer letzten Eifelsteigetappe ist uns längst klar: Das müssen wir weitermachen! Zwar bleibt uns für dieses Mal nur noch ein Tag, aber der Eifelsteig ist jetzt unser Projekt. Die restlichen Etappen wollen wir auch noch gehen. Zu schön und erholsam ist das Fernwandern. Dabei ist die Anreise mit den Öffentlichen wirklich unkompliziert und die Unterkunft in Eifeler Landpensionen ein kleines Abenteuer. So sind wir ein wenig wehmütig, als wir dem Rursee langsam den Rücken kehren.

Rursee
Blick auf den Rursee © Outdoortraum

Unsere Wehmut weicht einer bedrückenden Stimmung als wir Wollseifen und Vogelsang erreichen. Die Bürger von Wollseifen wurden umgesiedelt, damit hier ein Truppenübungsplatz eingerichtet werden konnte. Und das vis à vis zur ehemaligen Naziburg Vogelsang, die weithin sichtbar auf einem Hügel thront. Zwar ist alles historisch gut aufbereitet und Wanderer lernen viel. Ich empfinde das verlassene und zerstörte Dorf dennoch als bedrückend. Ich bin froh, diesen Teil der Wanderung hinter mir zu lassen und durch den Wald auf Gemünd zuzuwandern. Wir sind froh, uns im Brauhaus am Ort aufzuwärmen. Und obwohl uns noch kalt ist, können wir einem frisch gezapften Eifeler Landbier nicht widerstehen. Wir stoßen an und wissen: Wir kommen wieder!

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