Klettersteig am Gardasee: Via Ferrata Rio Sallagoni

Der Gardasee und seine umliegenden Berge sind ein Sportlerparadies. Surfer, Mountainbiker, Rennradfahrer, Sportkletterer, Alpinkletterer, Wanderer – alle kommen hier voll auf ihre Kosten. Beliebt sind die Gardaseeberge auch bei Klettersteiggehern. Hier gibt es Klettersteige in allen Schwierigkeitsgraden und Längen. Wir haben die Via Ferrata Rio Sallagoni unterhalb von Drena ausprobiert.

Ein bisschen Abenteuer am Pausentag

Wir haben uns diesen Klettersteig ausgesucht, weil die Beschreibung so spannend klang: ein Abenteuerklettersteig durch eine enge Klamm, Hangeln über einem Fluss, Vorsicht, wenn der Fluss zu viel Wasser führt! Das klang gut, das wollten wir sehen.

Diese Hangelpartie ist nichts für kleine Leute. © Outdoortraum

Bewertet ist die Via Ferrata Rio Sallagoni mit der Schwierigkeit C, was allerdings nicht für Kinder gelten dürfte. Die Absicherung ist zwar sehr gut, für kleine Menschen aber viel zu weit auseinander. Besonders die Passagen mit den Hangelpartien dürften da zum Problem werden.

Da wir den Steig an einem Pausentag vom Klettern machen, kommt uns die eher kurze Distanz gerade recht: 1:15 Minuten Kletterzeit sind angegeben. Hinzu kommen nur 15 Minuten Zustieg vom Parkplatz (am Sportplatz auf dem Weg nach Drena von Dro aus kommend) und schon stehen wir am Einstieg.

Der Einstieg zum Klettersteig. © Outdoortraum

Der reißende Rio Sallagoni

Der reißende Fluss, vor dem gewarnt wurde, entpuppt sich als dünnes Rinnsal. Das ist aber immerhin gewaltig genug, um eine tiefe Schneise in den Fels zu schneiden. Wir steigen in den Klettersteig ein und werden durch schmale Felsspalten geschickt, die der Fluss gegraben hat. Ein bisschen schmierig sind die Wände. Wo ich auf Reibung stehen muss, wird es etwas rutschig, da es am Vortag geregnet hat. Glücklicherweise ist die Via Ferrata Rio Sallagoni aber wirklich sehr gut abgesichert und fast überall sind Trittstufen angebracht.

Schmierig ist die Via Ferrata Rio Sallagoni an manchen Stellen! © Outdoortraum

Am Ende der Felsspalte erwartet uns eine lustige Hangelpartie über dem Bachbett, bevor sich der kleine Canyon öffnet und den Blick auf einen Wasserfall freigibt. Eine versteckte Welt tut sich hier drinnen auf!

Die Steinmännchen weisen den Weg zum Wasserfall. © Outdoortraum

An Steinmännern vorbei wandern wir ein kurzes Stück ungesichert hinauf zur tibetanischen Brücke. Wirklich liebevoll eingerichtet führt sie hoch über dem Bachbett und der Schlucht zwischen den Bäumen hindurch.

Die tibetanische Brücke. © Outdoortraum

Versteckter Canyon

Dann geht es weiter bergauf – teil versichert, teils nicht. Wer trittsicher ist, kommt hier auch ganz ohne Klettersteigset aus. Sehr schön kann man von hier oben durch die Felsen hindurch ist fruchtbare Sarcatal schauen. Wir sind versteckt in unserem schattigen und feuchten Canyon und linsen hinaus, wo die Sonne scheint.

Blick ins Sarcatal. © Outdoortraum

Der Klettersteig teilt sich nach etwa zwei Dritteln. Wir biegen ab zum Ausstieg, weil wir hinauf zur Burg Drena wollen. Wer nicht genug hat, kann aber noch ein wenig weiter gehen und noch etwa 45 Minuten dranhängen. Im Topo zur Tour ist das gut beschrieben.

Den Ausstieg kann man sicher auch ohne Klettersteigset gut bewältigen.            © Outdoortraum

Für uns ist klar: Die Via Ferrata Rio Sallagoni hat sich absolut gelohnt! Eine spaßige Hangelei, wirklich schöne versteckte Ecken und traumhafte Ausblicke ins Tal – dieser Klettersteig ist toll und sehr durchdacht eingerichtet.

Ausrüstungstipp

Wer noch überlegt, welches Klettersteigset er oder sie sich zulegen soll, für die habe ich übrigens eine Empfehlung: das Skysafe II von Skylotec.

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