Greenpeace-Report: Schädliche Stoffe in Outdoor-Ausrüstung

Greenpeace hat einen Produkttest durchgeführt und dabei Ausrüstungsgegenstände führender Outdoor-Marken auf gefährliche Chemikalien überprüft. Das Ergebnis wurde nun auf der Sportmesse ISPO in München vorgestellt. Getestet wurden Jacken, Hosen, Schuhe, Zelte, Rucksäcke, Schlafsäcke, Handschuhe und ein Kletterseil. Es wurde untersucht, ob sich PFC oder PFOA in den Produkten befinden. PFC sind per- und polyfluorierte Chemikalien, PFOA steht für gesundheitsschädliche Perfluoroktansäure. Das Ergebnis ist ernüchternd: Von 40 getesteten Artikeln enthielten nur vier keine PFC. In elf Produkten konnte PFOA in hoher Konzentration nachgewiesen werden. Betroffen sind große Marken wie The North Face, Mammut, Jack Wolfskin und Haglöfs, aber auch viele andere.

Warum sind PFC und PFOA gefährlich?

Die Giftstoffe reichern sich unter anderem im Wasser an.©terramara/pixelio.de
Die Giftstoffe reichern sich unter anderem im Wasser an. ©terramara/pixelio.de

Diese Chemikalien können sich bei der Herstellung der Produkte, aber auch später noch bei der Verwendung der Ausrüstungsgegenstände in der Natur anreichern. Bei mehreren Expeditionen in entlegene Weltgegenden konnte Greenpeace durch Schnee- und Wasserproben nachweisen, dass diese Anreicherung auch tatsächlich geschieht. Das ist deshalb ein Problem, weil PFC-Verbindungen in der Natur nicht vorkommen und deshalb kaum abgebaut werden können. PFC können das Fortpflanzungssystem schädigen, krebserregend wirken und das Hormonsystem, insbesondere die Schilddrüse und das Immunsystem stören.

Warum werden PFC verwendet?

Die Detox-Kampagne von Greenpeace ruft Outdoor-Firmen dazu auf, auf PFC zu verzichten. Gabriele Planthaber/pixelio.de
Die Detox-Kampagne von Greenpeace ruft Outdoor-Firmen dazu auf, auf PFC zu verzichten.
© Gabriele Planthaber/pixelio.de

PFC sorgen dafür, dass Wasser und Schmutz von Outdoor-Kleidung abperlen. Außerdem sind sie Bestandteil wasserdichter Membranen, die zum Beispiel in GORE-TEX-Produkten verwendet werden. Es gibt allerdings umweltfreundliche Alternativen zu PFC. Wetterfest sind beispielsweise Textilien aus Polyester und Polyurethan. Funktionskleidung aus PFC-freiem Material bieten Hersteller wie Fjällräven oder Paramo an.

Detox-Kampagne

Um auf die schädliche Wirkung von PFC auf Mensch und Natur aufmerksam zu machen, hat Greenpeace die Detox-Kampagne initiiert. Im Internet können Outdoor-Freunde eine Petition unterzeichnen, die Outdoor-Firmen aufruft, PFC-freie Ausrüstung herzustellen. Auf der Seite von Greenpeace kann man sich außerdem genauer über die schädliche Wirkung dieser Chemikalien informieren. Was haltet ihr von der Kampagne? Schreibt einen Kommentar!

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