#FreitagsFrage: Wie bekomme ich warme Füße?

Es ist Februar, der Winter hat noch mal zurückgeschlagen und wir frieren. Umso dringender stellt sich die Frage: Wie bekomme ich warme Füße, wenn es draußen eisig ist? Mit irgendwelchen beheizbaren Socken und batteriebetriebenen Stiefelwärmern (ja, so etwas gibt es wirklich!) möchte ich euch verschonen. Stattdessen verrate ich euch meine fünf Lieblingstipps für warme Füße – ganz ohne Brimborium oder Batterie.

Warum wir überhaupt frieren

Wenn es draußen kalt ist, muss der Körper stärker durchblutet werden. Vereinfacht zusammengefasst, werden als lebenserhaltende Maßnahme die wichtigen Organe als Erstes mit Blut versorgt. Dann folgt der gesamte Rumpfbereich und erst dann die Extremitäten wie Beine und Arme, die ja weit vom Herzen entfernt sind. Deshalb frieren wir als Erstes an den Füßen, den Händen und der Nase. Daran können wir nichts ändern, aber wir können dem Körper helfen.

5 Tipps für warme Füße

1. Richtige Schuhe
2. Einlagen
3. Richtige Socken
4. Gute Durchblutung
5. Richtige Ernährung

warme Füße in Wanderschuhen
In den richtigen Schuhen bleiben die Füße schön warm. © Sebastian Staendecke, ideas-ahead.de/pixelio.de

Tipp 1: Richtige Schuhe

Mit den richtigen Schuhen ist nicht nur gemeint, dass ihr nicht mit Ballerinas durch den Schnee stapft. Das sollte klar sein. Vielmehr solltet ihr beim nächsten Kauf eurer Winterschuhe auf zwei Sachen achten: auf dicke Sohlen und auf die richtige Größe. Dicke Sohlen isolieren zusätzlich, werden aber gern dem modischen Trend geopfert. Warme Füße gehen aber nur mit dicker Sohle!

Mit der richtigen Größe meine ich, dass ihr Winterschuhe im Zweifelsfall eher etwas zu groß kauft. Die Zehen werden nicht gequetscht und sind deshalb besser durchblutet und wärmer. Außerdem isoliert die dünne Luftschicht um den Fuß zusätzlich und schließlich habt ihr noch Platz für ein paar dicke Socken.

Tipp 2: Einlagen

Wenn ihr es einmal mit molligen Lammfelleinlagen versucht habt, wollt ihr sie in keinem Winter mehr missen. Es gibt sie für kleines Geld in jedem Schuhgeschäft und sie isolieren schön. Alternativ gibt es auch Einlagen aus anderen Isolationsmaterialien, aber am flauschigsten finde ich die aus Lammwolle.

Wollsocken
Warme Füße dank der richtigen Socken. © Moni Sertel/pixelio.de

Tipp 3: Richtige Socken

Eure Sockenwahl ist für warme Füße besonders wichtig. Sind sie zu klein, sitzen sie zu eng und stören die Durchblutung des Fußes. Sind sie zu groß, werfen sie Falten, was wiederum zu gequetschten Füßen im Schuh führt. Passen müssen sie eben. Mehr zu Socken könnt ihr übrigens im Artikel über die richtige Wanderkleidung nachlesen.

Außerdem sollten sie lang genug sein, denn an warmen Beinen befinden sich meist warme Füße. Deshalb im Winter also eher zu Kniestrümpfen greifen als zu Sneakersocken.

Beim Material empfehle ich Wolle. Die gibt eventuell entstehende Feuchtigkeit nach außen ab und bleibt dabei selbst schön trocken. Außerdem isoliert sie viel besser als Baumwolle.

Auf die Frage, ob man mehrere Socken übereinander ziehen sollte oder lieber nicht, gehen die Meinungen weit auseinander. Manche empfehlen mehrere lagen wegen der zusätzlichen isolierenden Luftschichten. Andere warnen vor Quetschungen, die die Durchblutung hemmen. Ich persönlich fahre gut mit einem enger anliegenden dünnen Paar und einem etwas dickeren Paar darüber.

Massage sorgt für warme Füße
Massage sorgt für warme Füße. © Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Tipp 4: Gute Durchblutung

In den anderen Tipps kam sie schon zur Sprache – die Durchblutung. Sie ist wichtig für warme Füße. Im akuten Fall könnt ihr eure Füße durch Bewegung wieder wärmer kriegen: Geht zügig oder stampft mehrmals auf, wackelt im Schuh mit den Zehen oder wippt auf den Zehenspitzen. Eigentlich alles Dinge, die wir meistens intuitiv ohnehin schon tun. Genügt das nicht, kann es helfen, die Schuhe kurz auszuziehen und die Füße kräftig zu massieren.

Vorbereitend könnt ihr eure Füße mit einer Creme einschmieren. Bestimmte Kräuter regen nämlich die Durchblutung an. In der Apotheke bekommt ihr hier genauere Auskunft.

Ganz generell friert ihr insgesamt weniger, je besser durchblutet euer Körper ist. Und daran könnt ihr langfristig etwas tun, zum Beispiel mit viel Sport, regelmäßigen Saunabesuchen oder Kneippkuren und Wechselbädern. Das macht euch zwar nicht unempfindlich gegen Kälte, hilft auf lange Sicht aber schon.

Tipp 5: Richtige Ernährung

Zu guter Letzt hilft auch die richtige Ernährung, denn auch hier können bestimmte Nahrungsmittel die Durchblutung fördern, während andere sie hemmen. Scharfe Gewürze und Ingwer stehen als natürliche Einheizer ganz oben auf der Liste. Die negativen Spitzenreiter sind dagegen Kaffee und Zigaretten, die beide die Durchblutung eher hemmen.

Warme, nicht alkoholische Getränke helfen ebenfalls, da sie für eine Weile die Körpertemperatur etwas anheben können. Schnaps hat übrigens den gegenteiligen Effekt, auch wenn es sich anders anfühlen mag!

Was sorgt ihr denn bei euch für warme Füße?


Vielen Dank an Heike V. für diese FreitagsFrage! Habt ihr auch eine Frage zu irgendeinem Outdoor-Thema? Dann immer her damit! Hinterlasst hier einen Kommentar oder schreibt eine Mail an info@outdoortraum.de!

Das Beitragsbild stammt von © M. Großmann/pixelio.de

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