#FreitagsFrage: Wie bekomme ich warme Füße?

Vogelfüße im Schnee

Es ist Februar, der Winter hat noch mal zurückgeschlagen und wir frieren. Umso dringender stellt sich die Frage: Wie bekomme ich warme Füße, wenn es draußen eisig ist? Mit irgendwelchen beheizbaren Socken und batteriebetriebenen Stiefelwärmern (ja, so etwas gibt es wirklich!) möchte ich euch verschonen. Stattdessen verrate ich euch meine fünf Lieblingstipps für warme Füße – ganz ohne Brimborium oder Batterie.

Warum wir überhaupt frieren

Wenn es draußen kalt ist, muss der Körper stärker durchblutet werden. Vereinfacht zusammengefasst, werden als lebenserhaltende Maßnahme die wichtigen Organe als Erstes mit Blut versorgt. Dann folgt der gesamte Rumpfbereich und erst dann die Extremitäten wie Beine und Arme, die ja weit vom Herzen entfernt sind. Deshalb frieren wir als Erstes an den Füßen, den Händen und der Nase. Daran können wir nichts ändern, aber wir können dem Körper helfen.

5 Tipps für warme Füße

1. Richtige Schuhe
2. Einlagen
3. Richtige Socken
4. Gute Durchblutung
5. Richtige Ernährung

warme Füße in Wanderschuhen
In den richtigen Schuhen bleiben die Füße schön warm. © Sebastian Staendecke, ideas-ahead.de/pixelio.de

Tipp 1: Richtige Schuhe

Mit den richtigen Schuhen ist nicht nur gemeint, dass ihr nicht mit Ballerinas durch den Schnee stapft. Das sollte klar sein. Vielmehr solltet ihr beim nächsten Kauf eurer Winterschuhe auf zwei Sachen achten: auf dicke Sohlen und auf die richtige Größe. Dicke Sohlen isolieren zusätzlich, werden aber gern dem modischen Trend geopfert. Warme Füße gehen aber nur mit dicker Sohle!

Mit der richtigen Größe meine ich, dass ihr Winterschuhe im Zweifelsfall eher etwas zu groß kauft. Die Zehen werden nicht gequetscht und sind deshalb besser durchblutet und wärmer. Außerdem isoliert die dünne Luftschicht um den Fuß zusätzlich und schließlich habt ihr noch Platz für ein paar dicke Socken.

Tipp 2: Einlagen

Wenn ihr es einmal mit molligen Lammfelleinlagen versucht habt, wollt ihr sie in keinem Winter mehr missen. Es gibt sie für kleines Geld in jedem Schuhgeschäft und sie isolieren schön. Alternativ gibt es auch Einlagen aus anderen Isolationsmaterialien, aber am flauschigsten finde ich die aus Lammwolle.

Wollsocken
Warme Füße dank der richtigen Socken. © Moni Sertel/pixelio.de

Tipp 3: Richtige Socken

Eure Sockenwahl ist für warme Füße besonders wichtig. Sind sie zu klein, sitzen sie zu eng und stören die Durchblutung des Fußes. Sind sie zu groß, werfen sie Falten, was wiederum zu gequetschten Füßen im Schuh führt. Passen müssen sie eben. Mehr zu Socken könnt ihr übrigens im Artikel über die richtige Wanderkleidung nachlesen.

Außerdem sollten sie lang genug sein, denn an warmen Beinen befinden sich meist warme Füße. Deshalb im Winter also eher zu Kniestrümpfen greifen als zu Sneakersocken.

Beim Material empfehle ich Wolle. Die gibt eventuell entstehende Feuchtigkeit nach außen ab und bleibt dabei selbst schön trocken. Außerdem isoliert sie viel besser als Baumwolle.

Auf die Frage, ob man mehrere Socken übereinander ziehen sollte oder lieber nicht, gehen die Meinungen weit auseinander. Manche empfehlen mehrere lagen wegen der zusätzlichen isolierenden Luftschichten. Andere warnen vor Quetschungen, die die Durchblutung hemmen. Ich persönlich fahre gut mit einem enger anliegenden dünnen Paar und einem etwas dickeren Paar darüber.

Massage sorgt für warme Füße
Massage sorgt für warme Füße. © Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Tipp 4: Gute Durchblutung

In den anderen Tipps kam sie schon zur Sprache – die Durchblutung. Sie ist wichtig für warme Füße. Im akuten Fall könnt ihr eure Füße durch Bewegung wieder wärmer kriegen: Geht zügig oder stampft mehrmals auf, wackelt im Schuh mit den Zehen oder wippt auf den Zehenspitzen. Eigentlich alles Dinge, die wir meistens intuitiv ohnehin schon tun. Genügt das nicht, kann es helfen, die Schuhe kurz auszuziehen und die Füße kräftig zu massieren.

Vorbereitend könnt ihr eure Füße mit einer Creme einschmieren. Bestimmte Kräuter regen nämlich die Durchblutung an. In der Apotheke bekommt ihr hier genauere Auskunft.

Ganz generell friert ihr insgesamt weniger, je besser durchblutet euer Körper ist. Und daran könnt ihr langfristig etwas tun, zum Beispiel mit viel Sport, regelmäßigen Saunabesuchen oder Kneippkuren und Wechselbädern. Das macht euch zwar nicht unempfindlich gegen Kälte, hilft auf lange Sicht aber schon.

Tipp 5: Richtige Ernährung

Zu guter Letzt hilft auch die richtige Ernährung, denn auch hier können bestimmte Nahrungsmittel die Durchblutung fördern, während andere sie hemmen. Scharfe Gewürze und Ingwer stehen als natürliche Einheizer ganz oben auf der Liste. Die negativen Spitzenreiter sind dagegen Kaffee und Zigaretten, die beide die Durchblutung eher hemmen.

Warme, nicht alkoholische Getränke helfen ebenfalls, da sie für eine Weile die Körpertemperatur etwas anheben können. Schnaps hat übrigens den gegenteiligen Effekt, auch wenn es sich anders anfühlen mag!

Was sorgt ihr denn bei euch für warme Füße?


Vielen Dank an Heike V. für diese FreitagsFrage! Habt ihr auch eine Frage zu irgendeinem Outdoor-Thema? Dann immer her damit! Hinterlasst hier einen Kommentar oder schreibt eine Mail an info@outdoortraum.de!

Das Beitragsbild stammt von © M. Großmann/pixelio.de

Kopf des Monats: Wolfgang Güllich

Wolfgang Güllich

Wolfgang Güllich (*1960 in Ludwigshafen, +1992 in Ingolstadt) war ein deutscher Kletterer. Er ist bis heute weltberühmt, weil er wesentlich zur Entwicklung des Sportkletterns und insbesondere der Freikletterbewegung beigetragen hat. Viele seiner Erstbegehungen gehören noch heute zu den schwierigsten Routen und haben Weltrang.

Anfänge

Güllich begann 1975 als Teenager mit dem Klettern an den heimischen Felsen in der Pfalz. Dort machte er rasch Fortschritte und erregte Aufsehen, als er 1977 den berühmten „Jubiläumsriss“ (7–) in der Pfalz nicht mit technischen Hilfsmitteln hochkletterte, wie es bis dahin noch meist der Fall war. Stattdessen kletterte er frei, das heißt, er benutzte zwar ein Seil und mobile Sicherungsgeräte, die dienten aber nur als Schutz bei einem Sturz. Er verwendete sie nicht als Kletterhilfen.

Kletter-WG

1982 zog Wolfgang Güllich in die Fränkische Schweiz und dort mit seinem nicht minder berühmten Seilpartner Kurt Albert zusammen. In ihrer Wohngemeinschaft in Oberschöllenbach tummelten sich bald Kletterer aus aller Welt. Stammgäste und enge Freunde waren die britischen Kletterer Jerry Moffatt und Ben Moon.

Wolfgang Güllich sammelt Rekorde

Über Jahre brach Güllich mit seinen Erstbegehungen einen Rekord nach dem anderen und legte die Latte im Sportklettern immer höher. Mit den Routen „Ghettoblaster“ (X), „Punks in the Gym“ (X+), „Wall Street“ (X–) und einigen anderen schuf er Klassiker und beging nicht nur einmal die jeweils bis dahin schwerste Route seiner Zeit. 1991 kletterte er sein Glanzstück „Action Directe“ (XI) und eröffnete damit den elften Grad im Sportklettern. Erst 2001 konnte Chris Sharma mit „Realization“ (XI+) diesen Schwierigkeitsgrad einholen.

Wolfgang-Guellich-Grab_von Kassandro
Wolfgang Güllichs Grab © Kassandro

Wegweiser

Immer wieder wird gesagt, dass Güllich mit seinem Können seiner Zeit weit voraus war. Das lag sicher nicht nur an seinem großen Talent, sondern auch an seinem eisernen Willen und seiner akribischen Vorbereitung. Er ist bis heute berühmt für seinen einarmigen Klimmzug, der ihm sogar zu einer Rolle als Sylvester Stallones Double im Film „Cliffhanger“ verhalf. Verewigt hat sich Güllich mit seiner Trainingsmethode in fast jeder Kletterhalle: Dort hängen die sogenannten Campus-Boards (genannt nach dem Fitnessstudio, in das er stets ging und in dem er an einem solchen Board selbst trainierte). Diese Bretter mit Leisten und Fingerlöchern nutze Güllich, um sich penibel auf bestimmte Bewegungsabfolgen in bestimmten Routen vorzubereiten. Dabei unterschied er genau, ob er für einen Zug statische oder dynamische Bewegungen ausführen musste. Wer sich Güllich auf Youtube in Aktion anschaut, sieht, wie geschmeidig das Ergebnis seines Trainings aussieht!

Früher Tod

Wolfgang Güllich starb 1992 bei einem Autounfall mit nur 31 Jahren. Sein Grab in Obertrubach ist zu einer Pilgerstätte für Sportkletterer geworden. Sein Werk hat bis heute bestand, seine Routen gehören noch immer zu den schwersten der Welt und werden gerne von jüngeren Ausnahmekletterern als Herausforderung gesehen, sich posthum mit ihrem Idol zu messen. Die Liste der Wiederholer von „Action Directe“ liest sich wie das Who’s who der internationalen Sportkletterer: Dave Graham, Christian Bindhammer, Markus Bock, Kilian Fischhuber, Adam Ondra und Alex Megos, um nur einige zu nennen. Zum Abschluss ein Video, in dem ihr Jan Hojer in Güllichs „Action Directe“ bestaunen könnt.

#FreitagsFrage: Sollen wir Vorsätze haben?

Das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt. An Silvester oder spätestens am Neujahrsmorgen haben wir uns vorgenommen: Nie wieder Alkohol! 2018 endlich mehr Sport! Mindestens fünf Kilo runter! Oder gehört ihr eher zur Fraktion der Verächter? Glaubt ihr nicht an gute Vorsätze, weil ihr sie ohnehin nie einhaltet? Wie sieht es aus – sollen wir gute Vorsätze für das neue Jahr haben?

Vorsätze mit Vorsatz

Diese Gewissensfrage müsst ihr euch natürlich selbst beantworten. Aber ich möchte euch ein paar Gedanken vorstellen, die ich mir zum Thema gemacht habe. Vorweg: Ich habe immer Vorsätze!

Weniger Arbeit! Nie wieder Alkohol! Leere Worte?
© outdoortraum
Weniger Arbeit! Nie wieder Alkohol! Leere Worte?

Warum das so ist? Ganz einfach: Ich empfinde das neue Jahr als Chance, Bilanz zu ziehen und meine Wünsche zu erfüllen. Ganz positiv also. Deshalb formuliere ich meine Vorsätze auch stets als positive Ziele und möglichst konkret. In einem Jahr hieß es zum Beispiel: Ich möchte meine erste 8– klettern. Da habe ich mir dann eine Route ausgeguckt und die war mein Projekt. Oder: Ich möchte Yoga lernen. Flugs einen Kurs gesucht und direkt angemeldet und Gebühr überwiesen. Einmal hieß es auch: Ich möchte mir die Freiheit geben, Dinge ungeplant zu lassen. Da lautete mein Vorsatz: Dieses Jahr keine Vorsätze!

Neujahrgeschenk

Jetzt wendet ihr vielleicht ein: Schön und gut. Aber ich schaffe es eh nicht, das durchzuziehen.

Das ist möglich. Ich finde es trotzdem gut, Vorsätze zu fassen, denn ihr spürt dabei in euch hinein. Was wollt ihr? Was wünscht ihr euch? Allzu oft sind wir im Alltag gefangen, müssen den Ansprüchen genügen, die Job, Familie und wir selbst an uns stellen.

Neujahr ist ein Geschenk an uns. An diesem Tag dürfen wir herausfinden, was wir jenseits aller Pflichten wünschen. Vielleicht gehen die Wünsche nicht Erfüllung. Gar keine Wünsche zu äußern finde ich schlimmer.

Vorsätze
© outdoortraum Vielleicht geht ihr 2018 ja joggen?

Tipp: Eure Vorsätze haltet ihr leichter ein, wenn sie smart sind. Und zwar nach der SMART-Formel. Die steht für spezifisch, messbar, ansprechend, realistisch, terminiert. Prüft also, ob ihr euren Vorsatz so formuliert habt, dass er diesen fünf Kriterien gerecht wird.

Ein glückliches neues Jahr wünsche ich euch! Wie haltet ihr es denn mit den Vorsätzen?


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#FreitagsFrage: Was gehört auf die Packliste fürs Fernwandern?

Was nehme ich nur mit? Bevor ich mich auf eine Fernwanderung begebe, schreibe ich lange vorher meine Packliste. Denn wenn ich von meinen wochenlangen Wanderungen durch Spanien, England und Schottland erzähle, höre ich eine Frage besonders häufig: „Ist dir der Rucksack nicht zu schwer?“ Nö – mit ein bisschen Planung lässt sich das gut vermeiden.

Die Frage ist aber natürlich berechtigt, immerhin trage ich bei den Fernwanderungen alles, was ich brauche, auf dem Rücken. Und zu schwer ist doof. Es lohnt sich also, über die Frage „Was darf alles auf die Packliste?“ etwas länger nachzudenken.

Was darf der Rucksack maximal wiegen?

„Mehr als 11 Kilo braucht kein Mensch“, krähte mir der ältere Herr, offensichtlich wie ich ein Pilger auf dem Camino de la Costa, am Flughafen Bilbao entgegen, als er seinen Rucksack vom Gepäckband hob. „Alles darüber hinaus ist überflüssig.“ Mir wurde mulmig. Ich war das erste Mal auf einem Fernwanderweg unterwegs und mein Rucksack war schwerer. Um einiges gleich, je nachdem, welche Kleidungsstücke und Schuhe ich trug, kam ich auf 12 bis 13 Kilo. Ohne Wasser und Verpflegung, die ich ja auch immer noch mitnehmen musste. Hatte ich zu viel eingepackt?

Wanderzeichen auf dem Camino de la Costa © Cordula Natusch

Doch dann dachte ich an die Worte des Beraters, bei dem ich meinen Rucksack gekauft hatte: „Mach dir nicht zu viele Gedanken über das Gewicht. Wenn der Rucksack gut passt und das Gewicht auf den Hüften sitzt, ist das kein Problem.“ Nun denn, als Frau kann ich Hüfte gut (das ist ein echter Vorteil der weiblichen Anatomie). Wenn der Rucksack richtig gepackt ist, sollte das Gewicht gut aufgehoben sein.

Tatsächlich sind Aussagen wie „Ein Rucksack darf maximal XX Kilo wiegen“ meiner Meinung nach nicht sinnvoll. Zu viele Faktoren spielen in das Gewicht rein:

• Was wiegen Rucksack und Schlafsack? Das waren bei mir die beiden größten Posten.
• Nehme ich Zelt und Kochgeschirr mit? Auch die müssen auf dem Rücken transportiert werden.
• Was brauche ich in dem Land, in dem ich unterwegs bin? Spätsommer auf dem Camino de la Costa heißt: viel Sonnenmilch, Herbst in Schottland: keine Sonnenmilch, dafür aber Handschuhe.
• Was muss ich mitnehmen? Vieles hängt vom persönlichen Bedarf ab. Am wichtigsten sind natürlich Medikamente, aber auch andere Dinge müssen im Zweifelsfall mit. So trage ich Kontaktlinsen und brauche nicht nur die Pflegemittel, sondern muss auch meine Brille mitnehmen. Alles zusammen etwa 400 Gramm – die jemand, der nicht so blind ist wie ich, nicht durch die Gegend tragen muss. Frauen brauchen mehr Hygieneartikel als Männer und da rede ich nicht von Lidschatten und Mascara, sondern von Tampons und Binden (ca. 30 Gramm).
• Was will ich mitnehmen? Auf manche Dinge will ich unterwegs vielleicht nicht verzichten. So kommen bei mir immer Stift und Notizbuch auf die Packliste, um ein Reisetagebuch zu führen (ca. 90 Gramm). Auch habe ich immer ein kleines, aber starkes Fernglas dabei.

Wie lässt sich etwas Gewicht sparen?

Dennoch ist es natürlich sinnvoll, auf das Gewicht zu achten. Die Grammzahlen bei einzelnen Posten zeigen ja, dass ich schon bewusst damit umgegangen bin. Und es lässt sich viel Gewicht einsparen!

Mit einem möglichst leichten Rucksack sind auch beschwerliche Wege zu schaffen. © Outdoortraum

• Nichts Überflüssiges mitnehmen. Das versteht sich, oder? Mein Ziel beim Packen war es, jedes Teil, das ich eingepackt hatte, auch zu gebrauchen. Und das ist mir gelungen. Sogar der Notfallschnürsenkel, den ich eingepackt hatte, kam zum Einsatz.
• Möglichst viel mitnehmen, was mehrere Funktionen erfüllen kann. Der Schnürsenkel ist ein gutes Beispiel: Der ließ sich als alles Mögliche nutzen: als Ersatzgürtel, als Wäscheleine, als Befestigung für Dinge, die ich irgendwo anbändeln wollte …
• Von zwei Dingen die leichtere Alternative wählen. Auch klar! Allerdings gilt es hier, kreativ zu sein und Alternativen zu suchen. Wäscheklammern? Sind vergleichsweise schwer und lassen sich gut durch Sicherheitsnadeln ersetzen, die ohnehin unglaublich praktisch sind. Waschmittel in der Tube, Duschgel und Shampoo? Enthalten viel Wasser und bringen dadurch überflüssiges Gewicht mit. Ich habe immer reine Kernseife dabei, die ich für alles einsetze: Klamotten, Haare, Körper. Meine Haut liebt sie und meine Haare auch – auch wenn ich jeden Tag ein wenig mehr wie Struppi aussehe, weil die ganzen weich machenden Inhaltsstoffe fehlen. Das muss aber jeder selbst ausprobieren, ob er das verträgt. Handtücher braucht man, schnell trocknende Funktionstücher aber wiegen um einiges weniger und sind in Nullkommanix wieder einsatzbereit. Übrigens lohnt sich ein Besuch bei einem guten Ausstatter, denn viele Alltagsgegenstände bekommt man im Outdoor-Laden in leichteren, platzsparenden Alternativen.
• Je nachdem, wo man unterwegs ist, kann man Dinge, die sich verbrauchen, mehr oder weniger problemlos nachkaufen. Die Erstausstattung (z. B. mein Kontaktlinsenmittel) mitzunehmen ist sinnvoll.

Stramm unterwegs mit dem passenden Gewicht auf dem Rücken. © Outdoortraum

Ich fange schon immer Wochen vor einer Fernwanderung an, den Rucksackinhalt zusammenzustellen, wiege die unterschiedlichen Alternativen penibel aus und notiere mir die Alternativen mit ihrem Gewicht in einer vorläufigen Packliste. Ein paar Tage vor der Abreise gehe ich dann alles durch und entscheide, was tatsächlich mitkommen darf und was nicht.

Meine Packliste für den Camino de la Costa

So sah meine höchst individuelle Packliste für meine erste Fernwanderung aus:

• Rucksack mit Regenhülle
• Schlafsack
• Tragetasche zum Einkaufen (mit Kleidungsstücken ausgepolstert diente sie auch prima als Sitzkissen)
• Plastiktüten (unverzichtbar, um Ordnung im Rucksack zu halten)
• Wanderstöcke (die ich jedem nur empfehlen kann)
• wasserfeste Sandalen, die auch als Duschschlappen dienen können
• Wanderstiefel
• Ersatzschnürband
• Regenjacke
• Regenhose
• regenfeste Gamaschen
• zwei Trekkinghosen mit abzippbarem Bein
• zwei Trekkingblusen oder -shirts
• Fleecejacke mit Kapuze
• Gürtel
• Halstuch
• zwei Slips
• zwei BHs
• T-Shirt für die Nacht
• drei Paar Wandersocken
• Bikini
• Kernseife mit Seifendose
• zwei Handtücher
• Waschlappen
• Geschirrtuch
• Handy mit Ladegerät und Hülle
• Kamera mit Ladegerät und Hülle
• Taschenlampe
• Löffel, Gabel, Messer
• Becher
• Personalausweis und Tickets
• Portemonnaie
• Notfallausweis
• Versichertenkarte
• Kreditkarte und Geld
• Wanderführer und Pilgerpass
• Notizbuch und Stift
• kleines Spanischwörterbuch
• kleines Erste-Hilfe-Set
• Kosmetiktasche
• kleine Bürste
• Kamm
• Haargummi und -klammern
• Sicherheitsnadeln
• Schweizer Taschenmesser
• Brille mit Etui
• Sonnenbrille mit Etui und Brillentuch
• Desinfektionstücher
• Sonnenmilch LSF 30
• Sonnencreme LSF 50
• Fußcreme
• Gesichtscreme
• Handcreme
• Lotion
• Wattestäbchen
• etwas Toilettenpapier
• Ohropax (braucht jeder, der in Herbergen übernachtet)
• Mundwasser
• Zahnpasta und Zahnseide
• Zahnbürste mit Hülle
• Deo
• Blasenpflaster
• Nagelfeile, Nagelschere und Nagelstift
• Lippenstift mit LSF 50
• Lippenpflegestift
• Schmerztabletten
• Kontaktlinsen-Aufbewahrung
• Kontaktlinsen-Reiniger
• Uhr
• Taschentücher
• Tampons
• Reisenähset
• Fernglas

Eine gut durchdachte Packliste bewahrt vor unnötigem Ballast im Rucksack. © Outdoortraum

Diese Packliste ist schon etwas älter und heute würde ich in Teilen etwas anders packen. So lohnt sich bestimmt eine Recherche, ob es mittlerweile eine App als Alternative zum Wanderführer gibt. Für das Wörterbuch gibt es die sogar ganz sicher. Auch die Blasenpflaster würde ich nicht wieder mitnehmen, ich komme mit ganz normalen Pflastern besser zurecht. Und ja: Ich hatte auch Mascara, Lidschatten und Puder dabei. Auf die paar Gramm mehr kam es nicht an. Denn das habe ich auf den Fernwanderwegen gelernt: Wenn man nicht übertreibt, ist Gewicht auf dem Rücken kein Problem.


Ich bedanke mich bei Cordula Natusch für diesen tollen Beitrag, den sie mir im Rahmen der Blogwichtelei geschenkt hat, die unser gemeinsames Netzwerk Texttreff alljährlich veranstaltet. Cordula schreibt auf ihrem Blog Abseits der Pfade über ihre Entdeckungen in Hamburg und Norddeutschland. Beitragsbild: © Rainer Sturm_pixelio.de

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#FreitagsFrage: Welche Weihnachtsgeschenke für Outdoor-Fans kaufen?

Geschenke zu Weihnachten

Der 1. Advent steht vor der Tür und damit die alljährliche Frage, was wir unseren Lieben schenken sollen. Im Internet häufen sich die zielgruppenspezifischen Angebote und im Briefkasten wetteifern täglich Prospekte um die Gunst der Käufer. Glück hat, wer einen Outdoor-Fan beschenken darf! Denn die lieben die unverkäufliche Natur und sind oft mit gemeinsamen Aktivitäten an der frischen Luft zu begeistern. Wer es nicht dabei belassen möchte, für den sind hier ein paar Geschenkideen versammelt. Auf teure Anschaffungen für die Ausrüstung habe ich bei der Auswahl bewusst verzichtet. Stattdessen habe ich auf den Preis geachtet. Mit 8 bis 25 Euro sind alle vorgeschlagenen Weihnachtsgeschenke für Outdoor-Fans erschwinglich.

Für Alpinisten

Kletterquartett
Mit dem Kletterquartett lernt man spielend neue Routen kennen. © Outdoortraum

Was so ein echtes Alpinistenherz ist, das kriegt nie genug von den Bergen. Warum also nicht klassische und moderne Kletterrouten in den Alpen versammeln und sie in einem Quartett vorstellen? Der Panico-Verlag, bekannt für seine guten Topos, hat jedes Kärtchen liebevoll mit einer Routenskizze versehen. Das Kartenspiel eignet sich als Quartett, man kann damit aber auch UNO oder Mau-Mau spielen, wenn man etwas Fantasie mitbringt. Das Kletterquartett Alpinrouten aus dem Hause Panico kostet 8 Euro.

Für Schneehasen

Eine besonders nette Idee hatte das Team von Awesome Maps. Sie gestalten kreative Weltkarten zu unterschiedlichen Themen, so zum Beispiel für Skifahrer und Snowboarder. Nach eigener Aussage wollen sie mit ihren Karten beim Betrachter das Fernweh wecken und ihnen die Welt zeigen, „wie du sie sehen willst“. Die „Snowtrip Map“ für Skifahrer verzeichnet lohnende Skigebiete in aller Welt. Die handgefertigten Illustrationen sehen hübsch aus und laden zum Träumen ein. Ihr kennt keine Schneeliebhaber? Kein Problem: Die Karten gibt’s auch für Taucher, Surfer und viele andere Natursportarten! Also die idealen Weihnachtsgeschenke für Outdoor-Fans! Die Weltkarten gibt es ab 25 Euro.

Für Musikhörer

Obwohl eigentlich „nur“ die Musik zum gleichnamigen Film, hat es der Soundtrack „Into the Wild“ von Pearl-Jam-Frontmann Eddie Vedder zum eigenständigen Werk geschafft. Tolle Melodien und Vedders unverwechselbare Stimme sind alles, was der Naturliebhaber braucht, um sich nach draußen zu träumen. Die CD kostet nur 5,99 Euro.

Für Wanderer

Lesestoff für Outsoor-Fans
Leseratten freuen sich über passende Lektüre. © Outdoortraum

Wenn der Winter dem Wandersport eine Zwangspause verordnet, halten sich Trekking-Freunde mental fit, indem sie übers Wandern lesen. Das können sie eindrucksvoll mit dem Erlebnisbericht von Cheryl Strayed tun. In ihrer Reportage „Der große Trip“ erzählt sie, wie sie durch das Fernwandern ihre Drogensucht und ihre Beziehungsprobleme löste und schließlich das Glück fand. Wenn das nicht weihnachtlich ist! Das Taschenbuch kostet 9,99 Euro.

Für Kletterer

Kletterkalender
Der Kletterkalender ist praktisch und interessant. © Outdoortraum

Echte Kletterer wollen das ganze Jahr und jeden Tag ans Klettern denken. Glücklicherweise gibt es den Kletterkalender „Zeit im Griff“ vom Panico-Verlag. Da fällt es leicht, den nächsten Trip zu planen, zumal praktischerweise verschiedene Klettergebiete vorgestellt werden. Wer also noch Anregungen für die Reise braucht, wird hier im täglichen Termineinerlei sicher fündig. Der Kalender kostet 16,80 Euro.

Für Fotoverliebte

Diavorträge
Diavorträge über ferne Länder sind immer eine schöne Geschenkidee. © Outdoortraum

Ist die nächste Reise noch weit und erlaubt das Wetter keine Outdoor-Abenteuer, dann hilft nur die Flucht in den dunklen Vorführsaal. Es gibt verschiedene Anbieter von Filmvorführungen und Diavorträgen, die außergewöhnliche Reise- und Naturerlebnisse vorstellen. Die Vortragenden sprechen meist sehr unterhaltsam und die Bildauswahl ist hervorragend. Im Jahresprogramm finden sich bestimmt die passenden Weihnachtsgeschenke für Outdoor-Fans. Ist gerade keine Veranstaltung in der Nähe geplant, tut es notfalls ein Gutschein. Die gibt’s zum Beispiel beim Veranstalter grenzgang ab 20 Euro.

Für Naturschützer

Wer etwas für die geliebte Natur tun möchte, kann auch eine Tierpatenschaft oder eine Spende für ein Naturschutzprojekt schenken. Verschiedene Vorschläge hat etwa der WWF. Von Braunbären über Gorillas oder Haie sind Projekte auf allen Kontinenten dabei. Der Spendenbeitrag ist individuell wählbar. Als Dankeschön kann man eine Geschenkurkunde ausstellen lassen.