#MittwochsFoto 44

Schaue ich aus dem Fenster in das verregnete Novembergrau, dann sehne ich mich in den Sommer zurück. Ich denke an die sanfte Abendsonne in Kroatien, an die glitzernden Lichtspiele auf dem Wasser und an den Geruch von Piniennadeln auf dem noch warmen Sandboden. Und ich denke an das gemütliche Feierabendbier, das wir uns nach einem gelungenen Klettertag gegönnt haben – vor dem Bus sitzend und den Blick auf Wasser genießend. Sommerträume …

Diesen Beitrag teilen:

#FreitagsFrage: Wohnmobil kaufen oder nicht?

Wohnmobilstellplatz

Ewa und ihr Mann möchten sich ein Wohnmobil kaufen. Um herauszufinden, ob die damit verbundene Art Urlaub zu ihnen passt, mieten sie sich ein Womo und fahren damit in die Bretagne. Nach zwei Wochen Urlaub fragt Ewa besorgt: „Sollen wir uns wirklich ein Wohnmobil kaufen?“ Bisher sind die zwei meistens in ein Hotel gefahren. Für die 50.000 Euro, die Ewa und ihr Mann für ein Wohnmobil ausgeben würden, kann man viele Nächte in komfortablen Hotelzimmern verbringen.

Natürlich kann ich Ewas Frage nicht für sie beantworten. Aber ich kann ihr ein paar Gedankenanstöße geben, die ihr und allen, die vor der gleichen Entscheidung stehen, vielleicht weiterhelfen.

Keine Frage des Sparens

Meines Erachtens ist der Kauf eines Wohnmobils nicht in erster Linie getrieben vom Wunsch zu sparen. So ein komfortabel ausgestattetes Reisegefährt muss man sich nämlich erst mal leisten können. Preise von 50.000 Euro sind da keine Seltenheit. Leicht kann man noch viel mehr Geld ausgeben. Auf den Straßen bewegen sich mitunter fahrbare Unterkünfte für deren Gegenwert sich andere in manchen Gegenden Deutschlands eine Wohnung kaufen.

So ein Wohnmobil kaufen?
Wer sich so ein Wohnmobil kaufen möchte, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. © Outdoortraum

Ausgebaute Camper sind da sehr viel günstiger, haben aber auch weniger Funktionen. Wenn man also überlegt, ob man mit Wohnmobil-Urlaub Geld sparen kann, ist die Antwort eventuell: „Nein.“ Abhängig davon, wie man sonst verreist, geht es sicher billiger.

Zuhause auf vier Rädern

Egal, ob Wohnmobil oder Camper: Eines hat das Gefährt zu bieten, womit kein Hotelzimmer dienen kann. Es ist das eigene Zuhause auf vier Rädern. Im Womo schlaft ihr im eigenen Bett, habt eure persönlichen Dinge dabei und könnt schnell an eure Essensvorräte, wenn euch danach ist.

Camper
Ein Camper ist meist günstiger als ein Wohnmobil. © Outdoortraum

Die große Freiheit?

Seit dem VW Bulli stehen Wohnmobile für die große Freiheit. Parken, wo es schön ist, bleiben, wo man möchte. Stimmt das auch? Leider nein. In vielen europäischen Ländern ist es nicht erlaubt, überall zu campen. Oft stehen an Parkplätzen Verbotsschilder. Zwar ist es häufig gestattet zu parken, um die Fahrtüchtigkeit wiederherzustellen. Das darf dann aber nicht wie Camping aussehen. Stühle vor dem Bus sind also tabu. Richtig entspannend ist das nicht.

Stattdessen sind oft Wohnmobilstellplätze eingerichtet. Manchmal sind die schön. Sehr häufig handelt es sich aber um hässliche Asphaltflächen ohne Baum und Strauch. Die große Freiheit sieht für mich anders aus.

Stellplatz fürs Wohnmobil
Dieser Stellplatz für Wohnmobile ist von der hübscheren Sorte. © Outdoortraum

Es lohnt sich aber, nach Wanderparkplätzen Ausschau zu halten. Sehr oft ist es erlaubt, dort im Wohnmobil zu übernachten. Selbstverständlich nur, wenn man sich entsprechend rücksichtsvoll verhält, den Müll mitnimmt und die Chemietoilette nicht in die Büsche leert.

Ansonsten bleibt noch der Campingplatz. Die romantische Vorstellung von der großen Freiheit ist in der Realität also etwas gebeutelt.

Flexibel unterwegs

Einen Vorteil gibt es bei Wohnmobilen im Vergleich zu Urlauben, die mit Buchungen verbunden sind: In der Regel findet man auf Campingplätzen einen Stellplatz wenigstens für eine Nacht. Falls es mal sehr voll ist, kann man die anderen Stellplätze in der Umgebung abklappern. Im Notfall weicht man auf die oben beschriebenen Übernachtungsmöglichkeiten aus. Das heißt: Ihr müsst nicht buchen und könnt jederzeit spontan entscheiden, wo ihr hinfahren wollt. Sollte das Wetter euch einen Strich durch die Rechnung machen, packt ihr einfach eure Siebensachen und fahrt weiter. Unschlagbar!

Wohnmobil im Grünen
© Outdoortraum

Warum ein Wohnmobil kaufen?

Wer sich für ein Wohnmobil entscheidet, wählt damit einen Lebensstil. Letztlich ist Urlaub im Womo eine Art Camping, wenn auch luxuriöser als die Zeltvariante. Camping bedeutet immer Einfachheit, Beschränkung aufs Wesentliche und Naturnähe. Wer das mag, der liebt Camping.

Wohnmobile lassen etwas mehr Komfort zu, sind aber nie so luxuriös wie ein Hotel. Dafür ist man im Hotel aber auch nie so nah in der Natur.

Gretchenfrage

Die Gretchenfrage bei der Entscheidung für oder gegen ein Wohnmobil ist also in erster Linie: Bist du Camper? Wenn nein, dann kaufe lieber keines. Vielleicht leihst du dir stattdessen alle paar Jahre mal eines. Wenn du Camping aber magst, dann könnte ein Wohnmobil etwas für dich sein. Da kannst du auf die Suche nach einem Modell gehen, das genau zu dir passt. Viel Glück und gute Entscheidung!


Vielen Dank an Ewa J. für diese Frage. Habt ihr auch eine Frage zu irgendeinem Outdoor-Thema? Dann immer her damit! Hinterlasst hier einen Kommentar oder schreibt eine Mail an info@outdoortraum.de!

Diesen Beitrag teilen:

Naturpark Hohe Wand

VW Bulli vor der Hohen Wand

Was dem Münchener seine Maaß ist dem Wiener sein Krügerl. Was dem Münchener Kletterer sein Arco ist dem Wiener Kraxler seine „Hohe Wand“. Nur 50 Kilometer südlich von der schönsten Stadt Österreichs liegt über den Ortschaften Maiersdorf und Stollhof die bis zu 250 Meter hohe Wand. Hier finden sich schöne Mehrseillängen mit guter Absicherung und auch ein paar Sportkletterrouten. Wanderer lieben den Naturpark Hohe Wand für die dort lebenden Steinböcke und Gleitschirmflieger pilgern aufs Plateau des Massivs, um von dort abzuheben.

Wie gut es sich hier klettern lässt, beschreibt der Artikel Wiener Schmäh im Blog Climbingstories von Frank Rindermann. Dass es sich dort auch gut campieren lässt, zeigt unsere Fotostrecke. Wir sind vom Spot begeistert: von der KLetterei, dem süßen Campingplatz und der schönen Umgebung. Vielleicht schaut ihr auch mal vorbei?

Campieren mit Blick auf die Hohe Wand

Waschhaus am Campingplatz Hohe Wand
Das Waschhaus auf dem winzigen Campingplatz vor der Hohen Wand. © Outdoortraum
Hausnummer Hohe Wand
© Outdoortraum
Campingplatz Hohe Wand
© Outdoortraum

Hochplateau Naturpark Hohe Wand

Gleitschirmflieger
Bei Gleitschirmfliegern ist die Hohe Wand ein beliebter Spot. © Outdoortraum

 

Skywalk an der Hohen Wand
Der Skywalk an der Hohen Wand thront über dem Tal. © Outdoortraum
Diestel
Der Naturpark Hohe Wand ist ein alpines Paradies. © Outdoortraum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erst klettern, dann Lagerfeuer

Naturpark Hohe Wand
So sehen viele Ausstiege aus: Aus der Klettertour direkt aufs Plateau mit Wiese. © Outdoortraum
Rastplatz am Naturpark Hohe Wand
Zum Kaffee gibt’s auf dem Campingplatz das Panorama der Hohen Wand. © Outdoortraum
See mit Feuerstelle an der Hohen Wand
Nach getaner Kletterei heißt es entspannen und Lagerfeuer anzünden. © Outdoortraum
Diesen Beitrag teilen:

#FreitagsFrage: Wie unterwegs das Zelt reparieren?

Das Zelt ist das Zuhause auf Reisen, der Unterschlupf, der Regenschutz, die Zuflucht vor den Unbillen der Natur. Die dünne Zeltplane gibt ein Gefühl der Sicherheit. Das ist vielleicht irrational. Wer sich mit seinem Zelt aber mal in einer Herde von nachtaktiven Nilpferden wiedergefunden hat, der weiß, wovon ich spreche. Zu dumm also, wenn diese handliche Heimat unterwegs kaputt geht! Was tun? Wie kann man unterwegs das Zelt reparieren?

Feuchtigkeit im Zelt

Besonders häufiges Problem: Feuchtigkeit im Zelt. Das ist nicht schön, da Dinge nass werden können. Besonders nasse Schlafsäcke sind unangenehm, auch wenn die modernen Modelle auch in diesem Zustand isolieren.

© Michael Heimann_pixelio.de

Kondenswasser
Bevor jedoch Panik um sich greift, solltet ihr erst einmal prüfen, ob die Feuchtigkeit wirklich von außen kommt. In sehr vielen Fällen handelt es sich nämlich um Kondenswasser. Das entsteht in warmem Klima durch die Atmung. Deshalb versucht in der nächsten Nacht, für mehr Belüftung zu sorgen. Im Idealfall habt ihr mindestens zwei Belüftungspunkte geöffnet.

Außerdem solltet ihr das Zelt tagsüber bei warmen Temperaturen geschlossen halten, feuchte Dinge nicht mit ins Zelt nehmen und nicht im Zelt kochen. All das sind nämlich Faktoren, die die Bildung von Kondenswasser im Zelt verstärken.

Genau: Nasse Sachen bleiben draußen. © resa_pixelio.de

Löcher
Sollte es sich aber nicht um Kondenswasser handeln, könntet ihr ein Loch im Zelt haben. Sehr oft befindet sich das im Zeltboden. Vielleicht hat sich ein scharfer Stein durch die Plane gebohrt oder eine Glasscherbe hat einen Riss geschnitten. Aber natürlich kann auch ein spitzer Ast ein Loch in die Zeltwand gestochen haben. Ihr müsst jedenfalls suchen. Habt ihr die Stelle gefunden, könnt ihr sie notdürftig mit Tape von beiden Seiten überkleben. Das ist natürlich keine dauerhafte Lösung, aber fürs Erste könnt ihr so euer Zelt reparieren.

Loch im Zelt? Da hilft nur suchen. © nimkenja_pixelio.de

Undichte Nähte
Eine häufige Schwachstelle bei Zelten sind die Nähte. Oft sind sie beim Kauf noch nicht vollständig isoliert. Dann wird eine Art Klebstoff mitgeliefert, den man beim ersten Aufbau auf die Nähte auftragen soll. Hat man das vergessen, sind die Nähte undicht und lassen Feuchtigkeit durch. Aber auch isolierte Nähte werden mit der Zeit altersschwach. Beim Fachhändler kann man die Nähte neu imprägnieren lassen oder sich selbst das Material besorgen.

Bei undichten Nähten innen oder außen muss man das Zelt reparieren. Am besten mit entsprechendem Material vom Händler. © magicpen/pixelio.de

Mein Tipp: Ihr solltet das Imprägniermaterial auf Reisen immer dabei haben. Dann könnt ihr schnell handeln und damit bei Bedarf euer Zelt reparieren. Man könnte natürlich auch irgendetwas anderes auf die Nähte schmieren und sie damit versiegeln. So habe ich schon Camper beobachtet, die in ihrer Verzweiflung Nagellack auf die Nähte gestrichen haben. Das mag eine Weile gut gehen. Das Problem ist, dass euer Zelt danach wahrscheinlich ganz kaputt ist. Denn die Zeltwand ist nach der Behandlung mit Nagellack oder anderen Klebstoffen angegriffen. Es ist nicht garantiert, dass ihr später noch erfolgreich das richtige Imprägniermittel auftragen und euer Zelt reparieren könnt.

Altersschwache Zeltplane

Bei älteren Zelten lässt die Imprägnierung insgesamt nach. Manchmal kann der Fachhändler noch helfen und nachbessern. Manchmal hilft aber einfach nichts mehr und ein neues Zelt muss her. Doof nur, wenn ihr das erst im Urlaub merkt und euch dort kein neues Zelt kaufen könnt. Da ist Improvisationstalent gefragt. Klar ist: Komfortabel wird das nicht, aber immerhin müsst ihr den Urlaub nicht abbrechen. Ihr könnt euch für kleines Geld im Baumarkt Planen für Baustellen kaufen. Die haben eingewebte Metallösen. Die Planen könnt ihr unter das Zelt legen, um so die Bodenfeuchtigkeit etwas abzuwehren. Und ihr spannt eine dieser Planen über das Zelt, um Regen oder Morgendunst abzuhalten. Dank der Metallösen, könnt ihr die ganz gut an Bäumen etc. festmachen. Solltet ihr an so etwas nicht herankommen, müsst ihr mit Plastiktüten und viel Klebeband noch mehr improvisieren. Das sieht nicht toll aus und ist auch nicht toll. Aber wie gesagt: Ihr müsst nicht ins Hotel und auch nicht zurück nach Hause.

Gebrochene Zeltstangen

Nach einer stürmischen Nacht kann selbst ein noch so elastisches Gestänge mal nachgeben. Zu blöd, wenn die Zeltstange bricht. Wer richtig gut vorbereitet ist, hat eine Reparaturhülse dabei. Oft wird die sogar mit dem Zelt mitgeliefert. Die könnt ihr über die Bruchstelle schieben. Zurück zu Hause könnt ihr die gebrochene Stange bei Bedarf dann ganz ersetzen und so das Zelt reparieren.

Da hilft wohl kein Kleben mehr – die Stangen sind kaputt. © Joerg Trampert/pixelio.de

Habt ihr so eine Hülse nicht zur Hand, könnt ihr wieder zum Tape greifen. Das ist natürlich nicht so stabil, ist aber besser als nichts. Je nach Modell könnt ihr die Stange zusätzlich mit Stöcken schienen – ganz so wie bei einem Knochenbruch. Das gibt etwas mehr Stabilität als das Tape allein. Ihr könnt das Gestänge übrigens auch noch durch ein sauberes Abspannen der Zeltplane entlasten.

MacGyver schläft im Zelt

Ein kaputtes Zelt im Urlaub ist doof, aber wie ihr seht, muss es nicht das Ende der Reise bedeuten. Wenn ihr im Geiste Schwestern und Brüder von MacGyver seid, wird euch wie ihm eine Lösung einfallen. Ihr werdet euer Zelt reparieren. Als Camper seid ihr ohnehin an Entbehrungen gewöhnt und könnt nach so einer Aktion tolle Geschichten erzählen. Der Ritterschlag anderer Camper und die Bewunderung von Nicht-Zeltern sind euch dann gewiss. Und das entschädigt doch für so manches, oder nicht? Übrigens: Andere interessante Tipps findet ihr auch im Buch „Camping nicht nur für Anfänger“.

Beitragsbild zum Artikel: Dietmar Meinert/pixelio.de


Habt ihr auch eine Frage zu irgendeinem Outdoor-Thema? Dann immer her damit! Hinterlasst hier einen Kommentar oder schreibt eine Mail an info@outdoortraum.de!

Diesen Beitrag teilen:

#FreitagsFrage: Was tun, wenn bei Kälte der Gaskocher streikt?

Die ganze Nacht habt ihr schon im Zelt gebibbert. Endlich bricht der Morgen an. Ihr freut euch auf einen heißen Kaffee und krabbelt aus dem Zelt. Mit klammen Fingern befüllt ihr die Espresso-Kanne und stellt sie auf den Gaskocher. Ihr dreht das Gas auf, haltet das brennende Streichholz an die Düse – nichts. Der Gaskocher streikt! Grund: Es ist ihm zu kalt.

heißer Kaffee
Eine heiße Tasse Kaffee wärmt von innen und von außen.
© Petra Bork/pixelio.de

Warum Gaskocher frieren

Es gibt sicher einige Gründe, sich für Gaskocher mit handlichen Kartuschen zu entscheiden. Leider gibt es auch Nachteile. Ein ganz entscheidender ist: Gaskocher funktionieren bei Kälte schlecht bis gar nicht. Ab 5 Grad Celsius sind normale Gaskocher sogar fast gar nicht mehr zu gebrauchen. Warum?

Wenn der Gaskocher streikt, ist es oft zu kalt. © Paul Marx/pixelio.de

In den Kartuschen befindet sich Flüssiggas. Die Zusammensetzung ist je nach Hersteller und Produkt unterschiedlich. Meist handelt es sich um ein Gemisch aus Butan-, Isobutan- und Propangas. Damit das Flüssiggas für die Kochflamme verbrannt werden kann, muss es erst einmal in den gasförmigen Zustand überführt werden. Dieser Vorgang heißt Dekompression und benötigt Wärme, die der Umgebung entzogen wird.

Gasflamme
Das Flüssiggas muss dekomprimiert werden, um zu brennen.
© Rainer Sturm/pixelio.de

Das heißt: Ist es sehr kalt draußen, ist nicht genug Umgebungswärme vorhanden, um das Flüssiggas gasförmig werden zu lassen. Der Kocher kann gar nicht erst entzündet werden.

Vier Tipps, wenn der Gaskocher streikt

Die gute Nachricht: Es gibt Lösungen, wenn der Gaskocher streikt! Je nach Temperatur und Ausmaß des Problems könnt ihr Verschiedenes ausprobieren.

1. Kurzes Aufwärmen
Sind die Temperaturen herbstlich und der Gaskocher streikt nicht völlig, könnt ihr es erst einmal mit etwas Körperwärme probieren. Nehmt die Kartusche in beide Hände. Genügt das nicht, könnt ihr sie auch unter den Pulli oder ind die Jacke stecken. Passieren kann dabei eigentlich nichts, da die Düse fest auf der Kartusche sitzt.

2. Warmhalten
Sind die Temperaturen länger am Stück niedrig und macht der Kocher größere Zicken, reicht kurzes Aufwärmen oft nicht. Besser ist es da, den Kocher erst gar nicht richtig kalt werden zu lassen. Dazu könnt ihr den Gaskocher zum Beispiel nachts mit in den Schlafsack nehmen. Steckt ihr ihn ganz unten ans Fußende, dann stört er auch nicht. Auch hier gilt: Die Kartusche sitzt fest, da kann eigentlich nichts schiefgehen.

3. Wasserbad
Vertraut ihr der Schlafsack-Variante nicht oder ihr habt gerade keine Möglichkeit, sie anzuwenden, gibt es noch einen Trick: das Wasserbad. Wasser hat per definitionem immer eine Temperatur über 0 Grad Celsius. Es verhindert somit zumindest ein Vereisen der Kartusche und kann ein wenig Wärme abgeben. Gelingt es euch, etwas Wasser zu erwärmen, bevor der Gaskocher streikt – umso besser! Das heiße oder auch laue Wasser gibt Umgebungswärme ab, die der Kocher für die Dekompression benötigt.

4. Winterkartusche
Einige Hersteller haben auf das Kälteproblem der Gaskocher mit speziellen Kartuschen reagiert. Deren Gasgemisch soll besonders gut im Winter funktionieren. Das Wintergas von Primus zum Beispiel verspricht einwandfreie Performance bei bis zu minus 22 Grad Celsius! Ausprobiert habe ich das selbst noch nicht, denn ich sehe einen Nachteil: Der Preis dieser Kartuschen ist recht hoch und sie sind nicht so verbreitet wie das herkömmliche Gas.

Vielleicht lohnt es sich, auf Trangia umzusteigen?
© Matthias Pätzold/pixelio.de

Einmal in Gang gesetzt, könnt ihr den Kochvorgang natürlich noch durch Windschutz, passende Töpfe und das richtige Maß an Kochflüssigkeit optimieren. Aber das ist ein anderes Thema. Ist euch das alles zu umständlich, und ihr habt es satt, dass der Gaskocher streikt, dann könnt ihr auf einen anderen Kochertyp umsteigen. Vielleicht wäre das Modell Trangia etwas für euch? Oder habt ihr noch andere Empfehlungen?


Habt ihr auch eine Frage zu irgendeinem Outdoor-Thema? Dann immer her damit! Hinterlasst hier einen Kommentar oder schreibt eine Mail an info@outdoortraum.de!

Diesen Beitrag teilen: