Kaisergebirge – seit 50 Jahren Naturschutzgebiet

1963 wurde das Kaisergebirge nach einer Bürgerbefragung zur schützenswerten Natur erklärt. Das 100 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet besteht nun seit 50 Jahren. Das atemberaubende Kaisertal zwischen Wildem und Zahmen Kaiser ist bis heute ohne öffentliche Straßenanbindung. Das ist auch gut so, denn so bleiben die Almwiesen der schonenden Landwirtschaft sowie den seltenen Blumen, Farnen und Moosen vorbehalten.

Auf rund 1.000 Kilometern durchziehen Wanderwege das Kaisergebirge und die Gegend rund um Kufstein. Die vielfältige Fauna und Flora ist dabei eine bestaunenswert schöne Besonderheit. Das Naturschutzgebiet wurde vor 50 Jahren eingerichtet, um seltene Pflanzen und Tiere zu schützen. So sind hier zum Beispiel Gämse, Hermelin und Steinadler zuhause. Aber auch der Mensch soll die Möglichkeit haben, zur Ruhe zu kommen.

Wer das Kaisergebirge besucht, braucht sich um eine Flucht aus dem Alltag keine Gedanken mehr zu machen. Die bizarre Kulisse aus spitzen Felsnadeln und grauem Kalkstein des Wilden Kaisers schlägt jeden sofort in seinen Bann. Im Wilden Kaiser wurde und wird Berggeschichte geschrieben. Hier wurde das erste Mal der VII. Schwierigkeitsgrad beim Klettern in den Alpen erreicht. Totenkirchl, Fleischbank und Predigtstuhl sind Namen, in denen der Mythos des Wilden Kaisers nachklingt. Vom Kletterpionier Hans Dülfer bis zum Ausnahmesportler Stefan Glowacz hinterließen Kletterer hier ihre Spuren.

Doch auch Wanderer und Klettersteiggeher erwartet im Kaisergebirge ein Alpenparadies. Man kann Steige aller Schwierigkeitsstufen finden. Besonders malerisch ist eine mehrtägige Hüttenwanderung durch das Naturschutzgebiet, bei der ein Aufenthalt im Stripsenjochaus nicht fehlen sollte. Direkt gegenüber dem Stripsenzahn gelegen, lässt sich hier das Alpenglühen auf 1.577 Metern Höhe genießen.

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Maienschnee – Narzissen in Montreux

Endlich ist es wieder so weit: Die Narzissen von Montreux blühen! Jedes Jahr im Mai sind die Schweizer Alpen hier in ein Meer von weißen Narzissen getaucht. Dieses einzigartige Naturschauspiel wird im Volksmund Maienschnee genannt und wird von Einheimischen und Touristen stets sehnsüchtig erwartet. Mit dem Maienschnee hat der Winter ein Ende. Der Schnee ist geschmolzen, die Sonne scheint und die Frühlingsblumen strecken ihre Köpfe aus der Erde. Es ist Frühling in Montreux.

Naturfreunde können die Blütenpracht ganz aus der Nähe bewundern. Viele gut markierte Wanderrouten führen hoch in die Berge. Schon von den einzelnen Bahnhöfen der Eisenbahnlinie „GoldenPass“ weisen Schilder den Weg zu den Bergwiesen und Hängen. Wer lieber in der Gruppe unterwegs ist, kann sich einer geführten Wanderung anschließen. Ob auf eigene Faust oder vom Fremdenführer organisiert: Die Wanderungen eignen sich für die ganze Familie und sind ein Erlebnis.

Bestens informiert

Immer gut informiert ist man mit dem Informationsdienst „Météo des Narcisses“. Hier kann man alles über den aktuellen Stand der Narzissenblüte nachlesen. Auf der Karte ist genau verzeichnet, wo die meisten Blüten bereits ihre Kelche geöffnet haben und wo sich das Schauspiel bereits seinem Ende nähert. Fleißige Helfer füttern den Internet-Dienst laufend mit Informationen, sodass die Meldungen aktuell sind. So gewappnet steht der Blütenwanderung in den Schweizer Alpen von Montreux nichts mehr im Wege.

Die Wiesen auf den Höhen der Waadtländer Riviera bei Montreux im Maienschnee: Das ist ein unvergessliches Bild. Die Blüte beginnt auf den Bergwiesen von Glion. Je nach Wetter und Höhenlage folgen dann die Narzissen bei Les Avants, Le Mont-Pèlerin und Caux et Les Pléiades.

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